Teil eines Werkes 
3. Theil (1805)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

n;

ohne Weigern meinen Antheil an Adelfred s

5⁷

Felſenhoͤhle unweit Bedamoora, die ich ihm ent⸗ deckte, wo er verborgen die folgende Nacht er⸗ warten und alsdann um ſo ſicherer ſeine Faucht zu dem Meeresufer fortſetzen ſollte, und ich kehrte in tiefe Traurigkeit verſunken zu meiner Zulima zuruͤck, die ich in Thraͤnen uͤber die Tren⸗ nung von unſern beiderſeitigen ſo innig geliebten Freunde antraf.

Adelfred's Flucht ward ſogleich an dem folgenden Morgen entdeckt, und es blieb nicht lange zweifelhaft, daß ich dem Gefangenen zu ſeinem Entkommen behuͤlflich geweſen war. Ehe ich noch den harten Schlag ahnete, der mir be⸗ vorſtand, ward ich aus den Armen meines ge⸗ liebten Weibes und meiner jammernden Kinder geriſſen und vor den Sultan gebracht. Alle Beweiſe ſprachen gegen mich und ich bekannte

Flucht, dennoch verachtete ich das Mittel den Zorn des Sultans durch Verrath der Freund⸗ ſchaft zu beſaͤnftigen und den verborgenen Auf⸗ enthalt Adelfred's zu entdecken. Mit der groͤß⸗ ten Erbitterung befahl mir endlich der Sultan, den Fluͤchtling aufzuſuchen und mit meinem Kopfe fuͤr ihn zu buͤrgen. Bis zu dem naͤchſt⸗

folgenden Tage ſollte ich Adelfred wieder zu⸗ 37

ruͤckbringen oder meinen Kopf verlieren. Mit dem feſten Entſchluſſe, redlich an

meinem Freunde zu handeln, eilte ich unverzuͤg⸗