Teil eines Werkes 
3. Theil (1805)
Entstehung
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mich unfaͤhig einen ſo gefaͤhrlichen Kampf mit dem maͤchtigen Beherrſcher der Glaͤubigen zu wagen. Zitternd ließ ich Zulima's Hand fahren und ſank betaͤubt zuruͤck. Zulima ſtand voll Ver⸗ wunderung vor mir, und ihr Auge verrieth mir deutlich, was ſie bei meirer Zaghaftigkeit fuͤhlte. „Wie ſehr habe ich mich in dir getaͤuſcht!— ſprach ſie,— All Scheing, der zu lieben wagte, erſchrickt vor dem Anblicke eines maͤchtigen Ne⸗ benbuhlers?— Zulima iſt auf ewig fuͤr ihn verloren!“ Mit dieſen Worten verließ ſie ſchnell das Gemach, ich eilte ihr nach, warf mich ihr zu Fuͤßen, und ſuchte ihren Zorn zu beſaͤnftigen, indem ich ſchwor lieber alles zu wagen, als ihr zu entſagen. In demſelben Augenblicke trat ihr Vater zu uns herein, auf einen Wink von ihm, erſchienen einige Sklaven, die mich umringten, und gebunden in das Lager zuruͤckſchleppten.“ „An dem folgenden Morgen trat mein Va⸗ ter zu mir herein, und vernichtete meine ganze ſchmeicheinde Heffnung Zulima zu beſitzen, durch die Nachricht, daß unſer Monarch Zulima feu⸗

rig liebe und ſie zu ſeiner Lieblingsſultanin be⸗

ſtimmt habe. Dieſe Nachricht warf mich ganz zu Boden, dennoch ernannte ich mich wieder und faßte den Entſchluß, den Sultan um ein gehei⸗

mes Gehoͤr erſuchen zu laſſen und ihm die An⸗

gelegenheit meines Herzens vorzulegen. Mein Wunſch ward endlich erfuͤllt, der Sultan ge- 85 85 3