4² melte ich von meinen Gefuͤhlen maͤchtig hingeriſ⸗ ſen,— verzeihe meiner Kuͤhnheit, die es wagt zu dem himmliſchen Glanz deiner Schoͤnheit das Auge zu erheben. Wie kalt muͤßte das Herz ſeyn, das dich nicht anbetete, wie gefuͤhllos der Buſen, den nicht dein Anſchauen mit wohlthaͤti⸗ gem Feuer erwaͤrmte. Laß mich zu deinen Fuͤßen hinſinken, um dir ewige Liebe zu ſchwoͤren, die mein ganzes Weſen allmaͤchtig fuͤr dich durch⸗ dringt.“. „Ich hielt ihre Hand feſt in die meinige eingeſchloſſen und ein unnachahmliches ſanſtes Laͤ⸗ cheln ſchwebte auf ihrer Wange. Ihr ſchoͤnes Auge ſchien mit Wohlgefallen auf mir zu verwei⸗ len, ich druͤckte ihre Hand noch einmal an meine Lippen und ſie war eben im Begriff zu ſprechen, als ploͤtzlich eine Stimme aus dem Gebaͤude rief:„Zulima!“ ſie zog ihre Hand aus der meinigen zuruͤck.„Fremdling,— lispelte ſie ſanft,— lebe wohl! man ruft mich!“—„Zu⸗— lima!“ wiederholte die vorige Stimme, und die reizende Zulima ſchien mit ſich ſelbſt zu kaͤmpfen, ob ſie fortgehen oder dableiben ſollte.„Erfreue dich meiner Gunſt!— fluͤſterte ſie mir mit ſanf⸗ tem Erroͤthen zu,— wir ſehen uns wieder.“ „Allah ergieße ſeinen reichſten Seegen uͤber dich, angebetene Tochter der Glaͤubigen!“ rief ich entzuͤckt aus, und uͤberwaͤltigt von der maͤch⸗ tigen Aufwallung meines Herzens wagte ich es,
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