Teil eines Werkes 
3. Theil (1805)
Entstehung
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ſie in meine Arme zu ſchließen und meine Lip⸗ pen auf die ihrigen zu druͤcken.„Zulima! rief die vorige Stimme mit verſtaͤrktem Nach⸗ druck. Zulima riß ſich aus meinen Armen los und eilte mit einem ſanftem: Lebe wohl! ihrer Wohnung zu.“

„Noch daͤmmerte es, der Hunger quaͤlte mich, und ich wußte, daß man in dem Lager meine Ruͤckkehr aͤngſtlich erwarte, dennoch konnte ich mich unmoͤglich von dem Platze treanen, wo ich die reizende Zulima wieder zu ſehen hoffte. Mit ſehnſuchtsvollen Blickeu war mein Auge auf

ihre Wohnung geheftet, ich erwartete ihre Zu⸗

ruͤckkehr mit der peinigendſten Ungeduld und je⸗ der Augenblick ſchien mir ein Menſchenalter zu ſeyn. Es ward endlich ſpaͤt und Zulima wollte immer noch nicht erſcheinen, ich mußte alle Hoff⸗ nung aufgeben ſie heute wieder zu ſehen, und mit ſchwerem Herzen trat ich endlich meinen

Ruͤckweg an. Ich hatte mich jedoch kaum eini⸗

ge Schritte entfernt, als eine von Zulima's Sklavinnen mir nacheilte und mich einlud zu

ihrer Gebieterin zu kommen.“

„Zulima erwartete mich und ich flog unge⸗ ſaͤumt zu ihr, o ewiger Allah! du warſt Zeuge von den hohen Entzuͤckungen, die unſer Wie⸗ derſehen kroͤnten, als die reizende Zulima mir

zufluͤſterte, daß ſie mich liebe! damals, ja da; mals war ich unausſprechlich gluͤcklich!—c