Anblicke raubte mir den Gebrauch der Sprache, ich ſtand in ſtumme Bewunderung verloren.“ „Nach einer ſtummen Verbeugung ſtuͤtzte ſie ſich jetzt auf den Arm ihrer Sklavinnen und ent⸗ fernte ſich. Mein Herz war ſo gewaltſam zuſam⸗ mengepreßt, daß ich kaum aufathmen konnte, meine Fuͤße waren gleichſam in den Boden ge⸗ wurzelt, ich konnte ihr nur mit den Augen fol⸗ gen. Ich ſah ſie in das vorher bemerkte Ge⸗ baͤude eintreten, an dem Eingange blickte ſie ſich noch einmal um, ihr Auge begegnete dem meini⸗ gen, ich verbeugte mich, und ſie war verſchwun⸗ den. Ich warf mich auf den Raſen nieder, den ihre ſchoͤnen Glieder niedergedruͤckt hatten, und geraume Zeit lag ich hier, indem ſich mein Herz nur mit der reizenden Unbekannten beſchaͤftigte. Noch immer ſtand ſie in der ganzen Fulle ihrer Schoͤnheit vor meiner Phantaſie; und jemehr ich mich den Gefuͤhlen uͤberließ, die ihr bezaubernder Anblick mir eingefloͤßt hatte, um ſo mehr fuͤhlte ich auch mein Herz mit aller Allgewalt der er⸗ wachenden Leidenſchaft nach ihr hingezogen. „Die daͤmmernden Schatten des annahen⸗ den Abends ſchwebten endlich herab, und brach⸗ ten jene erquickenden Luͤftchen mit ſich, die fuͤr Aſien's brennenden Himmelsſtrich ſo wohlthaͤtig ſind. Der verbrannte Zweig hob ſich wieder em⸗ por, in ſanften Wellen kraͤuſelte die erfriſchend Abendluft wiederum das Waſſer des Baches, un
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