Teil eines Werkes 
3. Theil (1805)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

39

ren neben ihr, und mein Auge weilte mit un⸗ nennbarer Wonne auf der Fuͤlle von Schoͤnheit, die uͤber dieſe Liebenswuͤrdige ausgegoſſen war. Ach Iſerit! daß du ſie geſehen haͤtteſt, denn

nur dann erſt wuͤrdeſt du faſſen koͤnnen, was

mein Herz bei ihrem Anblicke fuͤhlte und was ich dir nicht zu nennen vermag. Sie war ſchoͤn wie der lachende Morgen im Strahlenglanze der aufgehenden Sonne! Ihre Lippen wettei⸗ ferten mit den ſchoͤnſten Korallen, ihre Zaͤhne ſpotteten der Weiße des europaͤiſchen Schnee's, in uͤppiger Fuͤlle hob ſich ihr ſchoͤner Buſen durch das leichte Gewand, das ihn umſchatte⸗ te, und ihre ganze ſchoͤne Geſtalt war von ei⸗ nem unnennbar himmliſchen Glanze umſloſ⸗ ſen, deſſen maͤchtiger Zauber mein ganzes Weſen in eine einzige Empfindung aufzuloͤſen ſchien. Mit einem ſchmachtenden Seufzer ath⸗ mete ich meine Empfindung aus und ſie erwachte. Ach Iſerit! wie ſorechend war ihr Auge,“ ſchoͤner wie der reine Azur des Himmels, wie bezaubernd war der ſanfte Zauber ihres Blickes! Ach Iſerit? auf mich ward der ſanfte Glanz dieſes Auges ge⸗ richtet, auf mir ruhete ihr Blick. Sie erhob ſich von dem Raſen, indem ſie meinen ehrfurchts⸗ vollen Gruß freundlich erwiederte. O Allah! ewiger Allah! welch eine Geſtalt! welch eine hohe Wuͤrde und Anmuth in ihrem Umriß, welche himmliſche Schoͤnhelt. Das Entzuͤcken bei ihrem