machen. Glaube mir, mein Herz ſchlaͤgt warm fuͤr die Leiden Anderer, moͤchteſt du doch nicht laͤnger meine innige bruͤderliche Theilnahme, die dein Herz erleichtern koͤnnte, verſchmaͤhen! Zweifle nicht daran, daß auch ein Chriſt die Leiden des Anbeters eines andern Gottes leb⸗ haft fuͤhlen und dieſem die Laſt derſelben tragen helfen kann. Faſſe Zutrauen zu mir, armer ungluͤcklicher Ali!“
„Ja wohl, ungluͤcklicher Ali!— ſeufzte der Unglaͤubige, dann ſetzte er nach einer kleinen Pauſe hinzu:— Chriſt lich wuͤrde freimuͤthig mei⸗ ne Leiden in deinen Buſen ausſchuͤtten, wenn meine Seele nicht bloßes Mitleid verſchmaͤhte!“
„Glaube nicht, daß Iſerit nur Thraͤnen des Mitleids fuͤr dich hat,— fiel ihm dieſer in's Wort.— Nein, wenn du gekraͤnkt und beleidigt wurdeſt, ſo wird er deine Gefuͤhle zur
Rache entflammen und dir voll Muth und Kraft ſeinen Arm zur Befriedigung derſelben darbie⸗
ten. Ja, bei meinem Leben, waͤre mein eigner Bruder der Urheber deiner Leiden, ich wuͤrde ihn nicht ſchonen.“
„Nun wohlan, es ſey!— rief Ali Scheing aus,— es ſey!— Chriſt!— ich werfe mich voll Zutrauen in deine Arme, du haſt mir wohl⸗
thäͤtig das Herz erwaͤrmt. So hoͤre dan die
Erzaͤylung meiner Leiden.“
„Ich bin der einige Sohn des bedenmitße


