——
35
bot alles auf, um ſich ihm bemerkt zu machen, doch immer blieben ſeine Bemuͤhungen frucht⸗ los; ſo oft er ſich ihm auch in den Weg warf, ſo war doch Ali jederzeit ſehr wenig zu einer
Unterhaltung mit ihm geneigt, und ein kalter
Gruß war alles, was er auf geraume Zeit von Ali gewinnen konnte. Iſerit ließ ſich jedoch
dadurch keinesweges abſchrecken, vielmehr ver⸗
doppelte er ſeine Bemuͤhungen; er beobachtete jeden Schritt des Unglaͤubigen, indem er ihm allenthalben nachſchlich, und als Ali Scheing eines Tages nach einem entlegenen Raſenplatze des Burggattens ſchlich, den er ſich zu ſeinem Lieblingsaufenthalte erkohren hatte, folgte ihm Iſerlt unverzuͤglich dahin nach.
„Ach Zulima! ewig theuere, geliebte Zuli⸗ ma!“— rief Ali Scheing mit ſchmerzhaftem Ausdrucke aus, und ein Strom von Thraͤnen unterbrach ſeine Worte, als ſich Iſerlt naͤherte, bei deſſen Anblicke ſich der Unglaͤubige entfernen wollte. Iſerit hielt ihn zuruͤck.“ Verzeihe mix, wenn ich in deiner Einſamkeit dich ſtoͤhre,— redete er ihn an,— ich will ſogleich meinen Fehler wieder gut machen und dich augenblick⸗ lich verlaſſen, wenn du es verlangſt. Nur ver⸗
goͤnne mir noch zu ſagen, daß ich ſchon lange
den geheimen tiefen Gram deiner Seele bemerkt
und gewuͤnſcht habe, ihn zu dem meinigen zu
C 2


