den heiligen Mauern kann ich Ruhe finden und gluͤcklich ſeyn, und keine Macht der Erde wuͤrde faͤhig ſeyn meinen Sinn zu aͤndern. Darum laß mich, edler Adelfred! Lebe wohl und gedenke meiner im Segen, ſo wie du ſtets der Gegen⸗ ſtand meiner frommen Wuͤnſche in meinem Gebet ſeyn wirſt.“
Adelfred mußte ihm ſeinen Willen laſſen, und wenige Tage darauf verließ Owain die Burg und nahm ſelnen Aufenthalt in dem gewaͤhlten Kloſter. Adelfred hatte jetzt keinen Freund, in deſſen Herzen er ſeine Gefuͤhle niederlegen konnte, als den Ali Scheing, ader auch dieſer ſchien von Zeit zu Zeit ſich immer mehr von ihm zu entfernen und ſeiner Geſellſchaft auszuwei⸗ chen. Vergebens drang Adelfred mit Bitten und Voſtellungen in ihn, um ihm den geheimen Gram der ſo ſichtbar auf ſeinen Mienen ausge⸗
druͤckt war, zu entdecken. Alt wußte ſeinen Fra⸗ gen und Bitten immer unter der Maske einer erkuͤnſtelten Heiterkeit und unter mancherlei Vorwande auszuweſchen. Wollte daher Adelfred ſeinen Freund durch Zudringlichkeit nicht noch trauriger und unwillig machen, ſo mußte er ihn
ungehindert gehen laſſen und ruhig den Augen⸗
blick erwarten, wo Ali Scheing vielleicht unauf⸗ gefordert ſich ihm entdecken wuͤrde.
In tiefe Schwermuth und Traurigkeit ver⸗ ſenkt, ſchlich Ali Scheing umher, und Iſerit


