Teil eines Werkes 
3. Theil (1805)
Entstehung
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der den Boͤſewicht in ſeiner ganzen Nichtswuͤr⸗

digkeit darſtellte

Owain ſollte ſich unter dem Verwandte, den Reſt ſeines Lebens dem Gebet und der Froͤmmigkeit zu widmen, in ein benachbartes Kloſter begeben. Iſerit beſchloß auf der Burg zu bleiben, ſich an Ali Scheing anzuſchließen und in die heftigen Leidenſchaften dieſes Fremd⸗

lings zu ſpielen, um ihn zum Werkzeuge der Rache und zum Verraͤther an ſeinem Freunde zu machen.

Dieſer ſataniſche Plan ward von Owaln mit Freuden angenommen, und er zögerte nicht lange, mit erkuͤnſtelter Froͤmmigkeit Adelfreden

ſeine Abſicht, in das Kloſter zu gehen, bekannt zu machen. Adelfred bot vergebens alles auf,

um Owain's Entſchluß wankend zu machen.

„Bleib bei mir,— bat ihn Adelfred,— freue

dich mit mir des Lebens und theile bruͤderlich

mit mir, was mir der Himmel verliehen hat⸗ Alles, was mein iſt, das iſt auch dein, und nur deine Theilnahme kann mir den Werth dieſer Guͤter erhoͤhen.“

„Edelmuͤthiger Freund,— erwiederte der liſtige Heuchler,— dringe nicht weiter in mich.

Ich bin nicht fuͤr die Welt gemacht, ihre Freu⸗

den ekeln mich an, mein Herz iſt dem Himmel

zugewandt, ihm will ich mich weihen. Nur in

Magazin Ill. C 8