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Hand an ſein Herz.„O Ruthwold!— rief der Pilger aus,— Du haſt mich getaͤuſcht!“ Indem er ſeine Verkleidung von ſich warf, ſetzte er hinzu: Erwache Owain! Dein Vetter, Dein Freund, Dein Bruder lebt! erkenne in mir den todtbeweinten Adelfred!“
Mit ungeſtuͤmmer Freude draͤngten ſich die Diener um ihn her, die ſogleich ihren geliebten Herrn wieder erkannten, lautes Jubelgeſchrei erfuͤllte das Zimmer und die Hallen der Burg und in kurzer Zeit hatte fich die herzerfreuende Nachricht von Adelfred s gluͤcklicher Wiederkehr durch die ganze Gegend verbreitet. Von allen Seiten ſtroͤmten die Vaſallen herbel um ſich von der Wahrheit dieſer Nachricht zu uͤberzeugen.
In der allgemeinen Verwirrung blieb Owain's ploͤtzliche ſchreckenvolle Ueberraſchung und ſein ver⸗ biſſener Gewinn unbemerkt. Gezwungen mußte
er die zaͤrtliche umarmung ſeines Vetters erwie⸗ dern; er konnte ihn nicht verlaͤugnen, denn ehe ſich Owain von ſeiner heftigen Ueberraſchung wieder erholen und Zeit zu neuen argliſtigen Raͤn⸗ ken gewinnen konnte, wor Adelfred von den ſaͤmmtlichen Vaſallen, als einziger rechtmaͤßiger Gebieter von Lanbedder, allgemein anerkannt.
Owain war gezwungen ſeinen Grimm unter einer erkuͤnſtelten Freundlichkeit gegen ſeinen Vet⸗ ter zu verbergen und die Rechte deſſelben anzu⸗ erkennen; aber deſto tiefer wurzelte der Groll


