Teil eines Werkes 
3. Theil (1805)
Entstehung
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leben. Hin und wieder fluͤſterte man ſich die Vermuthung zu, daß Helena noch lebe und daß

der edle Karadok vergiftet worden ſey, obgleich niemand beſtimmen konnte in wiefern dieſe Ver⸗ muthungen moͤchten gegruͤndet ſeyn.“

„Und was hoͤrteſt du in Ruͤckſicht melner?“ unterbrach ihn Adelfred.

„Daß die Nachricht von Euerm Tode falſch ſey,— fiel ihm Ruthwold mit freudigem Aus⸗ drucke ein.— Ich vernahm die frohe Nachricht von einem Pilger, daß der edle Adelfred noch lebe, daß er in einer Schlacht mit den Unglaͤu⸗ bigen waͤre gefangen worden, daß er aber nach ſechsjaͤhriger Gefangenſchaft entſlohen waͤre um

in ſein Vaterland zuruͤckzueilen. Die Nachricht erfuͤllte mich mit hoher Freude, obgleich ich noch immer die Wahrheit derſelben bezweifelte, bis

endlich meine Augen mich von dieſer Wahrheit uͤberzeugten, und geſegnet ſey mir der Augen⸗ blick, der dieſe Ueberzeugung in Eurer Ankunft mir ſchenkt!“

Adelfred's Arme oͤffneten ſich um den alten

ehrlichen Ruthwold an ſein Herz zu druͤcken.

„Morgen— rief der junge Krieger voll Feuer aus,— morgen will ich mein vaͤterliches Erb⸗ thell zuruͤckfordern.“—

„Nicht zu raſch,— unterbrach ihn Ruth⸗

wold,— Euer ungeſtuͤmmer Eifer moͤchte ſehr leicht alle Euere Wuͤnſche und Hoffnungen ver⸗

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