Teil eines Werkes 
3. Theil (1805)
Entstehung
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den Tage verbreitete ſich die Nachricht, daß He⸗ lena gefaͤhrlich krank darnieder liege; niemand als der Arzt, den Owain ſelbſt fuͤr ſie erwaͤhlt hatte, ward zu ihr gelaſſen, und wenige Tage

darauf, verkuͤndete die ſchwarze Trauerflagge

von dem Thurme der Burg herab, daß der Geiſt der ungluͤcklichen Helena ſeine irrdiſche Huͤlle verlaſſen habe und dem Himmel zugeeilt ſey.

Adelfred brach in Thraͤnen aus, und die Heftigkeit ſeiner ſchmerzvollen Bewegungen un⸗ terbrach Ruthwolds Erzaͤhlung, bis ſich der heftige Sturm in Adelfred's Innerem wieder gelegt hatte und Ruthwold fortfuhr:

Der ploͤtzliche Tod der allgemein geliebten Helena erregte mancherlei Vermuthungen, die jedoch niemand wagte, laut werden zu laſſen, bis dann endlich das feierliche Leichenbegaͤngniß der Hingeſchiedenen dieſe Vermuthungen wie⸗ der entkraͤftete. Von dieſer Zeit an war Owain ungewoͤhnlich duͤſter und muͤrriſch, und wie ein menſchenſcheuer Daͤmon ſchloß er ſich in ſeine Burg ein, deren Thor nicht mehr wie ehemals dem muͤden Wanderer oder dem frommen Pilger gaſtfreundlich gsoͤffnet wurden. Die Zeit ſchlich langſam dahin, jede Freude ſchien aus Lanbed⸗ der auf immer entflohen zu ſeyn, Owain ver⸗ mied jede Geſellſchaft und ſchien in einem un⸗ aufhoͤrlichen Kampfe mit ſeinem Gewiſſen zu 3