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tender Herr von Lanbedder, als einziger Erbe ſeines Reichthums. Die Vaſallen legten ihm mit trauernden Herzen den Eid der Treue ab, und unter den uͤppigen Feſtlichkeiten, die jetzt auf der Burg herrſchten, war Helena allein traurig. Owain, uͤbermuͤthig hart und ſtolz auf ſeine Macht, zog ſich ſehr bald den Haß und den Unwillen ſeiner Vaſallen zu, die er ohne Schonung tyranniſirte, Seufzer und Mur⸗ rern der Unterdruͤckten ertoͤnten rings umher, aber Owain wußte dieſe mit aller Haͤrte eines Tyrannen, ſehr bald zum Schweigen zu brin⸗ gen. Auch die ſchoͤne und liebenswuͤrdige He⸗ lena blieb von dieſer Haͤrte des Deſpoten nicht verſchont, und mit Gewalt ſuchte er ihren Be⸗
ſitz zu erzwingen, den er in Guͤte nicht erhal⸗ ten konnte. Der Tag zur Vollziehung der Hoch⸗ 1 zeit war feſtgeſetzt, gezwungen mußte Helena
ihrem Tyrannen zum Altare folgen, jedoch in demſelben Augenblicke, als die Trauungszere⸗ monie ſollte vollzogen werden, ſtieß Heiena den verachtungswuͤrdigen Owain zuruͤck, indem ſie ausrief:„Ungeheuer! toͤdte mich! denn lieber will ich mich mit dem Tode vermaͤhlen, ehe ich mich in die Arme eines Moͤrders werfe!“ „Dieſe unerwartete Wendung— fuhr Ruth⸗ wold fort,— erregte allgemeine Beſtuͤrzung, die Trauung blieb unvollzogen und gluͤhend vor Grimm entfernte ſich Owain. An dem folgen⸗
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