Teil eines Werkes 
3. Theil (1805)
Entstehung
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hervortrat. Die Menſchlichkeit muß uns antrei⸗ ben, ihre Leiden mit zu fuͤhlen, nicht ſie zu vermehren. Ich bin ſehr unzufrieden mit dir Beſinne dich fuhr Karadok zornig gegen Owain fort, wer biſt du denn, daß du von Stolz und Uebermuth geblaͤhlt, dieſer Waiſe ſo kraͤnkende Vorwuͤrfe wegen ihrer Huͤlfsbe⸗ duͤrftigkeit machen willſt? Erinnere dich daß auch du ein Waiſe biſt, der ſo wie ſie von meiner Wohlthaͤtigkeit abhaͤngt. Huͤte dich fuͤr die Zu⸗ kunft, daß ich mich nicht genoͤthigt ſehe meine Hand von dir abzuziehen. Nimm ein Beiſpiel an dieſem liebenswürdigen Maͤdchen, das durch Vorzuͤge des Herzens und durch Tugend, ſich meiner warmen Vaterliebe mit jedem Tage werther macht, forme dein Herz nach Helenens edelm Herzen, alsdann wirſt auch du mir eben ſo theuer ſeyn. Doch wiſſe, daß derjenige, wel⸗

ccher dieſes gute Maͤdchen kraͤnkt und beleidigt,

auch mich beleidigt und meinen ganzen Zorn zu fuͤrchten hat.

DOwain erheuchelte Gehorſam und verſprach Beſſerung, aber in ſeinem Innern kochte der gluͤhendſte Haß und Rachſucht. Er verbarg ſei⸗ ne widrigen Gefuͤhle unter einem freundlichen Laͤcheln, und wußte ſich durch ſeine Heuchelei in kurzer Zeit das Zutrauen ſeiner getaͤuſchten Freunde im, vollen Maaße wieder zu erwerben. Adelfred hatte jezt ſein achtzehntes Jahr erreicht,