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durch ihre gegenſeitige zaͤrtliche Zuneigung und Anhaͤnglichkeit fuͤhlten, und wie ſehr dieſes Gluͤck durch die Reinheit und Unſchuld ihrer Herzen erhoben ward, und um ſo mehr erhoͤhte auch der
Anblick der Gluͤcklichen ſeinen geheimen Groll
gegen ſie, den er bisweilen auf eine ſehr empfind,
liche und kraͤnkende Art gegen ſie aͤuſſerte.
In traulichen Geſpraͤchen ſaß eines Tages Adelfred an der Seite ſeiner geliebten Helena,
an ſeinem Lieblingsplaͤtzchen des vaͤterlichen Gar⸗
tens, als Owain erſchien und ſich in ihre Un⸗
terhaltung draͤngte; indem er das Geſpraͤch auf
Helenen und ihre Herkunft lenkte:„Du irrſt dich ſehr,— ſagte er mit hoͤhniſchen Laͤcheln zu Helenen,— wenn du dich im Ernſte fuͤr Adel⸗ freds Schweſter, und meinen Oheim fuͤr deinen Vater haͤltſt. Du biſt nur eine arme Walſe die von der Wohlthaͤtigkeit des menſchenfeeund lichen Karadok’s lebt.“
„Ich weiß und fuͤhle das Alles ſehr gut,= erwiederte Helena mit unterdruͤckten Thraͤnen,— aber der edle Karadok hat mir erlaubt, ihn ſelbſt Vater und ſeinen Sohn Bruder zu nennen.“„
„Dann hat er dich zu ſehr ſtolzen Hoffnun⸗ gen verleitet, die du durchaus unterdruͤcken mußt,— unterbrach ſie Owain.— Deine nie⸗ drige Herkunft vereitelt jede Hoffnung dieſer
Art: denn du biſt die Waiſe eines gemeinen Kriegers der auf dem Schlachtfelde fiel.“


