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war der Pilger aus dem Nachen geſprungen, ſo
ſank er in ſtummer entzuͤckender Begeiſterung
nieder und kuͤßte den vaterlaͤndiſchen Raſen. „Vergieb mir, du meines Vaterlandes Gott,— rief der Unglaͤubige knieend und mit allem Ausdrucke hoher Verehrung gegen die un⸗ tergehende Sonne gebeugt,— vergib mir du Anbetungswuͤrdiger, der du in den Herzen del⸗ ner Kinder lebſt, und dein Wohlwollen auch auf die irrgefuͤhrten Verehrer eines andern Got⸗ tes aus dehnſt; vergieb deinem Knechte der jezt die Laͤnder dieſer Jrrglaͤubigen betritt, der aber in ſeinem Herzen keinen andern Gott al 4 nut
Dich erkennt!““
„Sey mir gegräßt gluͤckliches Albion! rief jetzt der Pil ger indem er ſich empor rich⸗ tete— ſey mir tauſendmal feurig gegruͤßt du theurer Ort meiner Geburt. Mit welchem Ent⸗
zuͤcken hieng mein Auge in der Ferne an deinen
weißen Klippen, und Heil mir, daß ich jetzt wieder deine reinen Luͤfte athme, und einem geliebten Vater in die Arme fliegen kann!
„O Ali Scheing,— wandte ſich hierauf der Pilger zu ſeinem Begleiter,— mit weichem Zauber kehren all die mancherlei Scenen gluͤcke licher Bergangenheit in meine Seele zuruͤch, ins
dem ich mein Vaterland wieder ſehe! Welche Wonne, zaubert mir nach langer ſiebenjaͤhriger


