Teil eines Werkes 
4. Theil (1821)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

255

gend und ſanften Weiblichkeit, gab ſeiner zaͤrt⸗ lichen Liebe zu ihr neuen und hoͤhern Schwung, ſie ſelbſt kam ihm in dieſer liebevollen Zaͤrtlichkeit entgegen, und ſo war auch ihr haͤusliches und eheliches Leben, ſo wie ihr gemeinſchaftliches edles Wirken, das nachahmungswuͤrdigſte Muſter zur Nacheiferung. Durch dieſe belebt und ermuthigt, erhob ſich Yſamo nach und nach zu einer Pflanz⸗ ſchule fuͤr Wiſſenſchaften und Kuͤnſte, aus welcher Maͤnner hervorgingen, deren Namen und Ver⸗ dienſte in der Folge das Inland wie das Ausland mit Bewunderung nannte.

Reicher Segen deckte die Fluren und Auen unter dem Erwerbfleiße des Landmanns. Wohl⸗ ſtand, Eintracht und geſetzliche Ordnung herrſch⸗ ten in jedem Stande und vereinigten Yſamo's gluͤckliche Bewohner mit dem ſchoͤnſten Bande der Liebe. Friede und Ruhe begluͤckte das Land in der eintrachtsvollen Freundſchaft der verbuͤn⸗ deten Nachbarſtaaten Latago und Chikaro, und unterſtuͤtzten ſeine friedliche Sicherheit.

Laſter und geheime Bosheit lagen gedemuͤthigt am Boden. Eine bedeutende Menge wucheriſcher Paͤchter und kleinlicher Despoten, welche als Torſo's Kreaturen, das Land ausgeſogen und durch zahlloſe Bedruͤckungen tauſendfaches Unheil verbreitet hatten, waren ausgerottet, und vielen beſoldeten Muͤßiggaͤngern wurde eine zweckbefoͤr⸗ derliche Thaͤtigkeit angewieſen. Wer hierzu nicht redlichen Eifer und Willen hatte, dem verſchloß Yſamo die muͤtterlichen Arme. Ueberall wurden Menſchenwuͤrde und Buͤrgerrechte hervorgehoben