befoͤrdern, war dann den Aelteſten der Gemeinden der Vorſitz und die Vertheilung der Preiſe uͤber⸗ laſſen. Eine gleichmaͤßige Verfuͤgung fand bei dem von ihrem Gemahle angeordneten Volksfeſte an deſſen Geburtstage Statt. Von dem Edel⸗ muthe der beiden fuͤrſtlichen Gatten aufgemun⸗ tert, vereinigten ſich die angeſehenſten Familien des Landes, die wohlthaͤtige Abſicht dieſer Feier⸗ lichkeiten zu unterſtuͤtzen. 22G,2
Auf dieſe und aͤhnliche Weiſe verbreitete die edle Fuͤrſtin in einem ihr angemeſſenen Wirkungs⸗ kreiſe unablaͤſſig das gemeinnuͤtzigſte Gute, ohne ſich Eingriffe in die wichtigeren Angelegenheiten des Staats zu erlauben. Sie wandte ihren Ein⸗ fluß auf ihren Gemahl einzig dazu an, zweck⸗ maͤßige Vorſchlaͤge und lobenswerthe Abſichten ſei⸗ ner edeln Freunde und Raͤthe zu unterſtuͤtzen, jede allzugroße Gutmuͤthigkeit, wodurch ſich der leutſelige Hugo vormals ſo oft geſchadet hatte, in einen kraͤftigen, doch nicht rauhen Ernſt umzu⸗ ſchaffen, und eben ſo ſeinen Wunſch, alles mit einem Male zu erringen, zu maͤßigen. So ge⸗ lang es ihren emſigen Bemuͤhungen, ihn in den Entſchließungen fuͤr das Wohl des Landes immer mehr zu befeſtigen.
Mit innigem ſeelenvollen Entzuͤcken erkannte der Fuͤrſt die ſegensreichen Unternehmungen ſei⸗ ner edein Gemahlin. Mit jedem Tage ſahe er ſich in dieſer ihrer anſpruchsloſen ſchoͤnen Wirk⸗ ſamkeit mehr verherrlicht, und ſie ſelbſt von dem Lande wie eine wohlthaͤtige Gottheit verehrt. Hohe Bewunderung ihrer liebenswuͤrdigen Tu⸗


