Der Name Aurora wurde mit jedem Tage mehr die allgemeine Loſung des dankbaren Volks und der Gegenſtand der feurigſten Wuͤnſche fuͤr der Fuͤrſtin ungeſtoͤrtes ſchoͤnes Lebensgluͤck. Aber die Liebenswuͤrdige verdiente auch dieſe Huldigun⸗ gen. Sie ſelbſt ſuchte die Armen und Nothlei⸗ denden auf, um ſie mit Troſt und Huͤlfe zu er⸗ freuen; als ſantender Genius fuͤhrte ſie die Sache der leidenden Men ſchheit und der verkann⸗ ten Tugend. Beſonders neigte ſich ihr zartfuͤh⸗ lendes Herz nach der Jugend, fuͤr deren zweck⸗ maͤßige Erziehung unter den vorigen, drangvol⸗ len Unruhen nur wenig war gethan worden. Mit muͤtterlicher Sorgfalt ließ ſie unter der thaͤtigſten Mitwirkung der edelſten und einſichtsvollſten Maͤn⸗ ner allenthalben Erziehungs; und Bildungsan⸗ ſtalten errichten. Die talentvollſten Lehrey wurden angeſtellt, mit unverdroſſenem Eifer das edle ge⸗ meinnuͤtzige Unternehmen auszufuͤhren, um dem Vaterlande gute betriebſame Buͤrger und feſte Stuͤtzen zu erziehen, gemeinnuͤtzige Kuͤnſte und Wiſſenſchaften zu verbreiten, und in den kom⸗ menden Geſchlechtern Gſams zu dem hoͤchſten Flor
8 zu erheben.
Um beſonders unter den geringeren Volks⸗ klaſſen hoͤhern Sinn ſuͤr Tugend und Betriebſam⸗ keit zu wecken, hatte ſie den Tag, der ſie in Yfamo
einfuͤhrte, jaͤhrlich zu einem allgemeinen Volksfeſte
geweiht. Unter heitern Ergoͤtzlichkeiten ließ ſie
Velohnungen unter diejenigen austheilen, welche ſich durch Fleiß und Tugend vorzuͤglich ausgezeich⸗ net hatten. Um die Ehrfurcht fuͤr das Alter zu
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