die Buͤbereien dieſes Verbrechens verflochten ſind, ſoll fuͤrchterlich die Haut ſchaudern!
Cerrino. Bianka! Bianka! ſpricht denn kein Laut mehr fuͤr mich in Deinem Herzen? fuͤr mich, den Vater Deines Kindes?
Bianka.(von innerm Schauder heftig durchbebt:) Daß Du mich daran erinnern mußt! Du haſt Dich dieſes ehrwuͤrdigen Namens ſelbſt verluſtig gemacht. Schon im erſten Werden wurde der ungluͤckliche Zeuge der Schande ſeiner Mutter durch Dich zum Baſtard und zur vaterloſen Waiſe, und ſeine Mutter zur Buhldirne herabgewuͤrdiget; fo muß ich nun Wehe rufen uͤber den boshaften Verfuͤhrer und den zweifachen Moͤrder meines Vaters und meines Kindes! 1
Cerrino wollte antworten, allein des Fuͤrſten Befehl gebot ihm zu ſchweigen. Die Wache er⸗ griff ihn und fuͤhrte ihn hinweg.
„Arme Ungluͤckliche!“ wandte ſich der Fuͤrſt
an Bianken, indem er ihr die Hand reichte, „beruhigen Sie ſich, ich nehme den lebhafteſten
Antheil an Ihren jahrelangen Leiden, und ver⸗
ſpreche Ihnen Genugthuung.“ „Schenken Sie dieſe huldvolle Theilnahme auch meinem hingeopferten Vater,“ flehete dieſe
mit Thraͤnen,„ach! er war niemals ein Ver⸗
1 brecher, nur ungluͤcklich. Cerrino muß es bezeu⸗


