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niſſen gefaͤhrden oder uns einander entfremden koͤnnten. Es iſt traurig genug, daß die Leiden⸗ ſchaft unſers Sohnes fuͤr Dianoren und Lorenzo's unerklaͤrbare Widerſetzlichkeit gegen unſre beab⸗ ſichtigte Verbindung ſo unangenehme Folgen her⸗ beigefuͤhrt hat; ſollten dadurch auch unſre trau⸗ lichen Verhaͤltniſſe geſtoͤrt werden, ſo moͤchte ich es wohl bereuen, Dianoren in unſern Familien⸗ kreis aufgenommen zu haben.“ 8 „Nicht doch, mein Gemahl,“ unterbrach ihn die Graͤfin, indem ſie ſich zutraulicher an ihn anſchmiegte,„laſſen Sie ſich nicht zu Ungerech⸗ tigkeiten gegen unfre Pflegetochter verleiten. Was kann die arme Dianora dafuͤr, daß das raͤthſel⸗ hafte Benehmen ihres Vaters einige Stoͤrungen in unſrer Familie veranlaßt? Sie ſehen, daß ſie dabei nicht weniger leidet als Scipio und wir. Jedoch hoffe ich, daß dieſe Stoͤrungen nicht von langer Dauer ſeyn werden, wenigſtens ſollen ſie uns Beide einander nicht entfremden. Wenn mir beſonders der Name Conſtanza aufſiel und ich zu wiſſen wuͤnſchte, wer dieſe Conſtanza ſey, ſo ge⸗ ſchahe es keinesweges aus Mißtrauen zu Ihnen
und zu Ihrer Aufrichtigkeit, ſondern deshalb,
weil ich glaubte, daß dieſe Conſtanza uns den Schluͤſſel zu den mancherlei Raͤthſeln geben koͤnnte, welche auf uns Bezug haben. Gern beſcheide ich


