Herzen liegenden Raͤthſel hingewieſen hatte.
Die Graͤfin hatte zwar ſo lange ſchon der
verſprochenen Ankunft dieſes Amadeo mit unge⸗ duldiger Erwartung entgegen geſehen, aber gegen⸗ waͤrtig, wo dieſer ſehnlich gewuͤnſchte Moment wirklich erſchien, konnte ſte unmoͤglich ein aͤngſt⸗ liches Bangen vor dem, was ſie zu erfahren hoffte in ſich unterdruͤcken. Sie konnte nicht daran zweifeln, daß Dinge von beſonderer Wichtigkeit
dieſen Abgeſandten Lorenzo's herbeiriefen, und die bisherigen Ereigniſſe wohl hauptſaͤchlich zu
Amadeo's Erſcheinung Veranlaſſung gegeben ha⸗ ben moͤchten. Sie fing an zu beſorgen, daß
Lorenzo's Aeußerungen nur zu ſehr ſich beſtaͤtigen
duͤrften, denen zufolge die Ungewißheit, in welcher ſie bisher uͤber jene Dunkelheiten ge⸗
hielt, konnte dieſer raͤthſelhafte Alte Niemand anders als Amadeo ſeyn, auf deſſen einſtige Er⸗ ſcheinung Lorenzo ſie zu Aufloͤſung der ihr am
ſchwebt hatte, in vieler Ruͤckſicht zutraͤglicher fuͤr
ihre innere Ruhe moͤchte geweſen ſeyn, als die
ſie erwartende Gewißheit, und ſo ſahe ſie mit
einer zunehmenden Baͤnglichkeit der beſtimmmten
Stunde entgegen, welche iß das vorhandene Dunkel lichten ſollte.“


