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dame Delpont ihre Freundin taͤglich ſah, und daher an dieſe langſame Abnahme ge⸗ woͤhnt war, deren ernſte Folgen ſie nicht ahnte, ſo wurde ſie doch endlich daruͤber in die lebhafteſte Unruhe verſetzt. Sie rief Herrn Bonnet zu ſich, und beſchwor ihn uͤber die Geſundheit dieſer ihrem Her⸗ zen ſo unendlich theuern Frau zu wachen; ihre Thraͤnen floſſen an den entfaͤrbten Wangen der Freundin, ſie druͤckte die Ge⸗ liebte feſt an ihr Herz, und dieſe bedurfte ihrer ganzen Kraft, um, wenn auch minder kraͤftig, dieſen Druck zu erwiedern. Unterdeſſen wurde dieſe Kriſis, waͤh⸗ rend welcher der Doktor mehr als ein Mal traurig den Kopf geſchuͤttelt hatte, als eine voruͤbergehende Unpaͤßlichkeit be⸗ trachtet. Nachdem Henriette ihrer jungen Freundin verſprochen hatte kuͤnftig ſorg⸗ fäͤltiger auf ihre Geſundheit Ruͤckſicht zu nehmen, zog ſie ſich auf ihr Zimmer zuruͤck. Am Abend des folgenden Tages beſuchte Sie Klementinen, welche einen Theil des


