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man brachte ihr den kleinen Edua rd; ſie kuͤßte ihn auf die Stirn mit beinahe abgewandten, in Thraͤnen ſchwimmenden Au⸗ gen. An moraliſchem Muthe gebrach es ihr nicht, aber waͤhrend der halbe Stunde, wo ſie ganz allein geblieben war, hatte ſich das traurige Gemaͤlde ihrer Zukunft, und der Zukunft ihrer Tochter vor ihrem geiſtigen Blicke entwickelt, und dieſe Aus⸗ ſicht war fuͤr ihre mehr reizbare als feſter Konſtitution zu peinlich geweſen. Das Unbeſtimmte in der Dauer eines Uebels iſt in der That die groͤßte Seelenqual,⸗ alle Energie geht in dieſem, in Dunkel ge⸗ huͤllten, uns zwecklos ſcheinenden Kampfe verlohren/ indeſſen ein Leiden, deſſen Grenzen man kennt, uns mit jedem Au⸗ genblicke die Fortſchritte bezeichnet, durch. die wir uns. ſeinem Ziele nahen.
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