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Hans Brahe oder: der Sonderling mit dem schwarzen Mantel / von Karl Keller
Entstehung
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wilden Anlauf gegen den Lichtpunkt, um ihn aus⸗ zuloͤſchen; mußten ſich aber mit einer Eilfertigkeit, als ob ihr Gelenke verſengt worden waͤren, ent— fernen, und konnten ſeine Grenzen nicht uͤber⸗ ſchreiten.

Jetzt regten ſich die ehernen Arme einer Zange. In dem einen erkannte ich die Selbſtſucht, in dem andern den Eigennutz. Die tobenden Thiergeſtalten legten ihre Faͤuſte an die Griffe, und preßten die Glanzſaͤule mit einer ſolchen Gewalt, daß ſie zu⸗ ſammen ſchrumpfte wie das Fuͤnklein einer ver⸗ loͤſchenden Lampe, und in einem matten Glimmen zu verſchwinden ſchien. Aber aus dem ewigen Aether herab ſchwebte ein engelgleiches Kind, ge— tragen von goldnen Fluͤgeln, und geſtuͤtzt auf das Ruder einer ſchoͤn bluͤhenden Lilie. O es war die, durch den Glauben geborne, heilige Liebe. Das Kind legte den Finger ſeiner Rechten auf das matte Fuͤnklein, und hauchte daran mit dem Odem ſeines Mundes. Schnell wie der Blitz loderte unter ſeiner Hand eine Flamme empor, gleich der Lichtſaͤule, die man unter dem Monde im Spiegel des Sees erblickt. Die haͤßlichen Ungeheuer ſanken in die Tiefe, und uͤber ihnen lagerte ſich ein ſchleieraͤhnlicher Daͤmmerſchein, der ihre ſchwarzen