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Hans Brahe oder: der Sonderling mit dem schwarzen Mantel / von Karl Keller
Entstehung
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wie der Schatten einer Wolke hin und herſchwankte. In der Mitte war ein heller Punkt, den ich bald fuͤr mein ſchattenloſes Ich erkannte. Um denſelben waͤlzten ſich ſonderbare Geſtalten, die, ihn zu ver— dunkeln, ſich unaufhoͤrlich beſtrebten, und den maͤch⸗ tigen Lichtglanz, der ihre bald einzeln, bald mit voller Geſammtkraft unternommenen Anfaͤlle zu⸗ ruͤckſchlug, zu vertilgen ſuchten. In einer ziſchenden Schlange, die ihren habgierigen Zahn in dem auf⸗ geſperrten Rachen entbloͤßte, und mit ihrem maͤch— tigen Schweif die uͤbrigen Leidenſchaften peitſchte, erkannte ich den Ehrgeitz, der damals mit ſeiner Geißel ein hochloderndes Feuer in meiner Bruſt ſo oft angeſchuͤrt und mich haͤufig ſehr empfindlich verwundet hatte. Unter den gewaltigen Schwin⸗ gungen des ſich immer weiter ausdehnenden Schweifs flatterte hier ein Geier, die raffende Kralle weit aufgeſpreitzt, empor; erhob ſich dort unwillig ein zuͤrnender Loͤwe, ſeine Tatze zu einem zerſchmettern⸗ den Schlage ausſtreckend; dehnte ſich hier ein ſcheuß⸗ licher Wolf, mit haͤßlicher Geberde einen giftigen Geifer um ſich her ſprudelnd; regte dort eine ver⸗ pantzerte Schildkroͤte ihre Gelenke und klammerte ſich an das Netz einer Spinne, die mit ihr einen ungleichen Kampf begann. Alle nahmen einen