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Hans Brahe oder: der Sonderling mit dem schwarzen Mantel / von Karl Keller
Entstehung
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in ihm ſey. Forſchend hielt er die Hand auf dem

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Gleich einem leichten Gewoͤlk, das am Himmel hinfliegt, und mit der Schnelle der Gedanken die Raͤume durchſegelt, ſo fuͤhlt' ich mich emporgehoben. Als ich umherſchaute und unter mich blickte, ſah ich dieſelbe Gegend, in der ich mit Angla verweilte, und wo der Strom die Kraͤnze, die ſie ihm opferte, auf den tiefen Grund hinabwirbelte. Ich ſchwebte in einer ungemeßnen Hoͤhe; aber gleich dem Aar, der pfeilgeſchwind herabſchießt, glitt ich hernieder und verweilte zwiſchen den Felswaͤnden, welche einſt die ſtuͤrmende Flut von einander riß. Hier erblickte ich an der Seite, wo das Geſtein unter meinem Fuß abbroͤckelte, hoch uͤber dem Waſſer, unter dem weit heruͤber hangenden Felſen, eine Huͤtte, um⸗ geben von einem Blumengaͤrtchen, aus der ein alter, finſterer Mann in einem langen, faltigen Talar, uͤber dem bis an den blutrothen Guͤrtel ein ſilberweißer Bart niederwallte, hervortrat.

Voll Erſtaunen und ſchmerzlicher Theilnahme blickte der Alte zum Schilfdach der Huͤtte, wo eine aͤchzende Geſtalt lag, die ich ſogleich fuͤr den Koͤrper erkannte, den ich ſo eben verlaſſen hatte. Be⸗ hutſam zog er den Leichnam herab und legte ihn auf den Boden, um zu unterſuchen, ob noch Leben