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Hans Brahe oder: der Sonderling mit dem schwarzen Mantel / von Karl Keller
Entstehung
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hinter voreilig gebildeten Vorſtellungen verlieren mußte. Doch zur Sache.

Ich ſtuͤrzte, wie ich Ihnen vorhin ſagte, von der ſteilen Felsſpitze herab, und hoͤrte nur Angla's Schrei und das Toſen der Truͤmmer, die mir nach⸗ folgten. Unter mir bruͤllte ein dumpfer Donner, der ſich in ein fuͤrchterliches Geraſſel aufloͤſte, und dem ein betaͤubender Schlag folgte, auf den, als ſpraͤnge das Thor der undurchdringlichen Nacht, die mich umgab, ploͤtzlich auf, es um mich wieder hell ward. Wie Kettengetoͤn, das aus einer tiefen Felsgruft aufſteigt, klirrte es unter mir, und ziſchend, wie Sturmwinde, die ſich durch enge Spalten draͤngen, wimmerte es um mich von allen Seiten. Jetzt kam es mir vor, als wuͤrden tauſend Bande, die mich umklammerten, mit einem Schlage zerriſſen, als wuͤrde die ſchwarze Nacht, die mein Auge aufs Neue zudruͤcken wollte, wie eine wir⸗ belnde Rauchwolke durch ein maͤchtiges Wort, das

ich nicht verſtand, fortgetrieben, als traͤte ich mit

einem ſchnellen Sprunge, unter dem die Erde zu⸗ ruͤckzufallen ſchien, hervor aus der Beengung, die mich beaͤngſtigend umklammerte, und wie die quet⸗ ſchende Laſt eines ungeheuren Klumpens auf mir gelegen hatte.*