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ich freudig, und faltete zum Gebet die Haͤnde. Untergang und Aufgang umhuͤllen ſich mit einem lieblichen Schimmer, und eben ſo ſchoͤn glaͤnzen die erwachenden und untergehenden Voͤlker in der Glorie des Heldenthums. Von dem einen ſcheidet, zu dem andern wendet ſich die Herrlichkeit des Tages, und im poetiſchen Glanz entſchwindet und erwacht ihr Leben. Du, Menſch dort Unten! blickſt vielleicht mit einer Thraͤne dem ſcheidenden Lichte nach, und ſiehe, ich jauchze ihm entgegen! O wie war der Augenblick ſelig, wo nach der Daͤmmerung der Kindheit, nach dem Roſenſchimmer und der Glut⸗ roͤthe des Juͤnglingsalters, der geſegnete Stral der Erkenntniß meinen Geiſt durchblickte, das ungewiſſe Licht aus meinem Geſichtskreiſe verſchwand, und die Raͤthſel ſich loͤßten! O wie zitterten meine Knie, wie ſank ich mit einem freudigen Schrei betend nieder, als ich das Maaß an den ewigen Raum und an die ewige Zeit legte, es dann als unnuͤtz zerbrach, und bang und entzuͤckt die Schwingen erhob, das Ungemeßne zu durchfliegen! Es war der ſchoͤnſte Augenblick des Selbſtbewußtſeyns und des Kraft⸗ gefuͤhls, der, gleich einer angeſchlagnen Saite, nun durch mein ganzes Leben forttoͤnt, und wie die Aeolsharfe vom neuen Hauche belebt, durch jeden
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