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auch am meiſten diejenigen Gemaͤlde, deren Drucker der feine Geſchmack Kleckſe nennt, denn ſie aͤngſti⸗ gen mich nicht mit ungewiſſen Vermuthungen, ſon— dern erſcheinen meinem Auge in argloſer Beſtimmt⸗ heit. Kein Wunder! daß mir auch die, von der Natur ſtark und kraͤftig angepinſelten Menſchenfſi⸗ guren zum Umgange die liebſten ſind. Denn ein Quentlein Gewinn, den man leicht und bequem haben kann, iſt doch wohl demjenigen vorzuziehen, der erſt nach langem Gruͤbeln gefunden wird; und da ich mich uͤberrede, daß es doch auch gut ſey, in Betreff der Menſchenkenntniß das vitam impendere vero zu befolgen: ſo waͤhle ich mir zur Beobachtung diejenigen, die man ausziſcht, oder bei deren An⸗ blick man mit dem Zeichen des Kreutzes, wie gegen ein unheimliches Geſpenſt, ſich bewaffnet, damit ich nicht lange im Truͤben fiſchen darf.
Faſt weiß ich meine Freude nicht zu maͤßigen, wenn ich ein Subjekt dieſer Art durch die Welt ſtolpern ſehe. Je lauter man uͤber daſſelbe ſchreit, je unerſchoͤpflicher man es mit dem Geifer der Witzelei beſpritzelt, und je unerbittlicher es der ver⸗ nuͤnftige Tadel als einen Ketzer verdammt, deſto brennender wird meine Begierde, mich ihm zu naͤhern. Das hat nun freilich ſeine großen Schwie⸗
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