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Hans Brahe oder: der Sonderling mit dem schwarzen Mantel / von Karl Keller
Entstehung
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rigkeiten, weil Sonderlinge faſt immer alles außer ſich in eine Klaſſe werfen, und nicht ſelten eine tiefe Verachtung gegen die Menſchen uͤberhaupt in einem finſtern Geſicht an den Tag legen; weil ſie in der Regel gegen diejenigen, die ihnen in der Sonder⸗ barkeit am aͤhnlichſten ſind, ſich am meiſten erbittert fuͤhlen, und daher ein großer Wall uͤberſtiegen werden muß, ehe man in ihre Behauſung einge⸗ laſſen wird. Dabei laͤuft man fuͤr ſeine eigne Perſon große Gefahr. Das allgemeine Urtheil ſtellt uns mit den Verhaßten in eine Klaſſe, und aus den Maͤulern der Tadler wird man mit dem Geplapper bitterer Bemerkungen unaufhoͤrlich beſchoſſen, zumal wenn man noch nicht alle ruhmwuͤrdigen Praͤdikate eines Sonderlings an der Stirn traͤgt. Demun⸗ geachtet ſuch ich meinen Mann auf, und ruhe nicht eher, als bis ſich mir mit einem altdeutſchen Haͤnde⸗ druck ſein Inneres aufthut. Oft gewinne ich dann mehr, als wenn mich Hunderte durch einen Strom von Worten von der Aufrichtigkeit ihrer Freundſchaft zu uͤberzeugen ſuchen.

Als ich in B. lebte, ward in einer Abendgeſell ſchaft viel von Hans Brahe geſprochen, der ſchon mehrere Jahre ſich dort aufhielt, von dem man viel und nicht viel wiſſen wollte, und den doch Niemand