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Hans Brahe oder: der Sonderling mit dem schwarzen Mantel / von Karl Keller
Entstehung
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ſie den Hut die Queere trugen, wenn die Normal⸗ krempe ſo klein geworden war, daß man ſie kaum noch anfaſſen konnte; und weswegen ſie ſich auf einen Stock ſtuͤtzten, waͤhrend Jung und Alt mit einem Staͤbchen ſcherzweiſe figurirte. Das zu wiſſen, was man auch dagegen einwenden mag, iſt doch, warlich! kein kleiner Gewinn, wenn es auch weiter fuͤr Niemanden als fuͤr den, der einen Werth darein legt, intereſſant iſt.

Beim erſten Anblick urtheilte ich immer, daß

ein ſogenannter Sonderling eine horrende Corfaͤge haben muͤſſe, daß es warlich keine Kleinigkeit ſey, ohne einen Alliirten, gegen alle Welt in die Schran⸗ ken zu treten, und daß eine abſonderliche Kuͤhnheit dazu gehoͤre, im ſelbſtgebildeten Urtheil von dem allgemeinen Geſchrei abzuweichen und den maͤnnlichen Durton feſtzuhalten, wenn alle Stimmen in den

lieblichſten Mollarten nieſelten. Unbedenklich zaͤhlte

ich ihn unter die Helden, vor denen ich, von Herkules bis zur vollendeten Hoͤhe des Don Quixote, eine unbegrenzte Ehrfurcht habe, und bewunderte zunaͤchſt an ihm die Ruhe, mit dem er das Geziſche des goͤttlichen Tadels ertraͤgt, und den feſten Schritt,

mit dem er, im Gefuͤhl ſeines eignen Werths, gleich

einem Simſon unter den Philiſtern einhergeht.

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