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zu bewegen, das angenommene Kindchen wieder abzugeben, trotz dem, daß es ſie in ihrem ſpaͤrlichen Gewerbe gar nicht unbe⸗ deutend hinderte.
Der alte Brenz zog zu ſeiner andern Schwiegertochter, der Wittwe des Gemeindevorſtandes, welche in das Haus ihres alten Vaters Georg zuruͤckgekehrt war. Ihm ſchien der Tod ſeiner beiden Soͤhne ungemein nahe zu gehen, er ſprach aber wenig und ließ ſich wenig im Dorfe ſehen; nur in das Haus der Eliſabeth kam er hauͤfig, um, wie er ſagte, ſein kleines Enkelchen zu beſuchen; aber er ſchien ſich uͤberhaupt dort wohler, als irgendwo zu befinden, obſchon ihm der alte Thomas ziem⸗ lich abſtoßend begegnete. Aber gerade deſſen Naͤhe ſchien er zu ſuchen; die Kaͤlte und Trockenheit des Blinden ſchreckte ihn nicht ab; er konnte Stundenlang neben ihm ſitzen, ohne ein Wort zu ſprechen, denn der ſonſt ſo redſelige alte Thomas blieb ſtumm, ſobald der alte Brenz eingetreten war. Trug er doch immer noch den alten Haß und Groll gegen ſeinen Schwager im Herzen, und konnte ihm das erlittene Unrecht nicht vergeſſen, das ſeiner Gattin Todesſtunde verbittert hatte,— die Leſer wer⸗
den ſich erinnern, daß der alte Brenz den Thomas genoͤthigt
hatte, aus dem von Erſteren ererbten Hauſe auszuziehen!—
Das Kind der Eliſabeth war der einzige, duͤrftige Ver⸗ mittlungspunkt zwiſchen den beiden Großvaͤtern, weil ſich beide, und wie es ſchien, hier ohne Eiferſucht, in der Liebe fuͤr daſſelbe begegneten, und merkwuͤrdiger Weiſe hatte das Kind auch den andern Großvater Brenz bald herzlich lieb gewonnen. Es wa⸗ ren das nicht blos die mitgebrachten Blumen, Haſelnuͤſſe, und andere Naturprodukte und Merkwuͤrdigkeiten, mit welchen der alte Brenz das Maͤdchen beſchenkte, ſondern das ſtille Weſen des Alten, ſein leidendes Geſicht, ſein verſteckter Kummer, und namentlich die kalte Behandlung, die er ſich von dem alten Thomas mußte gefallen laſſen, hatten ihm des Enkelchen Herz gewonnen. Und der Alte, der mit Niemand redete, redete freund⸗ lich mit dem Kinde, und ein Laͤcheln flog uͤber ſein finſteres Geſicht, wenn das Kind ihn Großvater nannte, und mit herz⸗ licher kindlicher Freundlichkeit ihn aufzuheitern verſuchte.
Nicht weniger aber ſchien dem Alten das freundliche Wal⸗ ten der Eliſabeth im Hauſe wohlzuthun; da gabs keinen Zank und keinen Streit, kein Klagen und Murren, wie er ehedem in
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