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auch die geiſtliche Thaͤtigkeit nicht ausgenommen iſt, demuͤthi⸗ gend auf dem Menſchenherzen laſten, und auch des heiligen Lehramts Erfolge ungenuͤgend erſcheinen laſſen; Stunden, die gerade dem pflichtgetreuen Diener Gottes doppelt ſchwer werden.—
Der Schulmeiſter ward jetzt abgerufen, und der Paſtor blieb allein zuruͤck auf dem Friedhofe. Seine Seele war weh⸗ muͤthig geſtimmt und er verſuchte nicht, koͤrperlich abgemattet, wie er war, ſich aus dieſer Stimmung herauszureißen. Er ging ſinnend auf dem Friedhofe hin und wieder, und las die wohl⸗ bekannten Namen auf den zahlreichen Kreuzen und Leichenſtei⸗ nen,— und es fiel ihm ſchwer aufs Herz, was er wohl an jedem Einzelnen moͤchte gewirkt haben oder nicht,— ob viel oder wenig,— und ob er nicht am Ende doch fruͤher oder ſpaͤ⸗ ter aus dieſem Leben abgerufen werden duͤrfte, ohne noch die Ernte der Saat geſehen zu haben, und genießen zu koͤnnen, die er mit treuem Sinne ſo viele Jahre geſtreut hatte.—
Jetzt ſtand er ſtill vor des Vaters Grabhuͤgel, welcher dort an der Kirchenmauer ſich erhob. Die Gemeinde hatte dem alten Seelenhirten ein einfaches ſteinernes Denkmal geſetzt, und ein Vers ſprach von der Liebe und den Thraͤnen derer, die da⸗ durch ihre Verehrung dem Todten noch zollen wollten. Epheu⸗ ranken umſchlangen den Stein, und das Kreuz, das daruͤber hinausragte, leuchtete in der Abendſonne wie ein Siegeszeichen erloͤſter Chriſten. Vergangene Jahre zogen an dem Pfarrer vor⸗ uͤber,— ernſte und heitre Bilder, aus denen des alten Vaters wuͤrdiges Geſicht im geiſtlichen Rocke mild und freundlich nieder⸗ ſtrahlte! Auch die letzten Stunden des edlen Prieſters traten wieder vor des Sohnes Seele, die letzte Predigt, die er am heiligen Oſterfeſte von des Chriſten Hoffnung gehalten hatte, und ſein ſanftes Einſchlafen wenige Ta
Da ertoͤnte die Abendglocke vom Thurm der Kirche;— und wie der Wandrer in der Fremde, wenn er am Abend ein⸗ zieht in einen fremden Ort und der Abendglocke Klang ihm ſo heimathlich traut entgegenklingt, ſtill ſteht, und unwillkuͤrlich der irdiſchen Heimath ſeiner Lieben, des Vaters und der Mutter gedenkt, und wie dann doch daneben das Herz erfuͤllt wird von unnennbarer Sehnſucht nach einem unbekannten Etwas, nach Ruhe und Frieden, wie ſie die Welt nicht hat, von Sehnſucht nach der himmliſchen Heimath, wo der ruheloſe Erdenbuͤrger


