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dieſer ernſten Zeit, wo ich meinen Kindern noch einmal ihren heiligen Glauben recht vaͤterlich ans Herz legen wollte, mit ſchlimmen Unarten zu kaͤmpfen. Die Jungens hatten ſchon Liebſchaften im Kopfe, und wollten auch in der Schule die kleinen Herren ſpielen, und die Maͤdchen dachten mehr an den Putz und Staat, als an den lieben Gott. Dabei wird Neid, Haß, Eiferſucht und Eitelkeit in die jungen Herzen zu einer Zeit gepflanzt, wo der heilige Geiſt des Chriſtenthumes erſt Wurzel ſchlagen ſoll,— da wird der Grund gelegt zu jener unſeligen Vergnuͤgungsſucht, dieſer Peſt unſerer Zeit, welche den Hausſtand zerruͤttet, und in Suͤnde und Laſter ſtuͤrzt! Sind die Brenze nicht ſprechende Beiſpiele?“—
„Und wie,“ rief der Paſtor,„wie ſtark habe ich angeſto⸗ ßen, als ich mich einmal auf der Kanzel, der Text brachte es mit ſich,— dagegen ausſprach, als ich dieß, und auch die un⸗ ſelige Sitte ruͤgte, am Confirmationstage die Kinder mit ſeid⸗ nen Kleidern, Hauben und goldnen Ketten uͤbermaͤßig heraus⸗ zuputzen, wodurch man den armen Kindern den Eindruck dieſes ſchoͤnſten Tages ihres Jugendlebens ganz verdirbt?!— Da hat man die und jene namhaft gemacht, die ich damit habe oͤffent⸗ lich blos ſtellen wollen,— gerade wie damals, als man meine wohlgemeinte ernſte Warnungspredigt gegen das Laſter der Trunkenheit auf den Chriſtian Brenz bezog. Ich rede die Wahrheit ſtets freimuͤthig, ohne alle perſoͤnliche Beziehung, als Diener des goͤttlichen Worts. Aber man verſteht ſo wenig das Amt des Geiſtlichen von der Perſon zu trennen, und was ich kraft meines heiligen Amtes ſprechen, urtheilen, tadeln, ſtrafen muß, das ſcheint dem Unverſtaͤndigen und Befangenen aus perſoͤnlichem Haſſe des Geiſtlichen, aus perſoͤnlichen Ruͤckſichten hervorgegangen zu ſein. Man haßt und feindet mich an!“—
„Aber, lieber Herr Paſtor,“ beruhigte der Schulmeiſter, „am Ende ſind es doch nur einige Wenige, welche in leiden⸗ ſchaftlicher Gereiztheit Sie anfeinden. Jetzt, da der Hauptan⸗ fuͤhrer todt iſt, und ſo ſchrecklich geendet hat, jetzt wird mit der ruhigen Ueberlegung gewiß auch die alte Liebe wiederkehren.“—
„Ja,“ verſetzte der Paſtor wehmuͤthig,„aber waͤhrend deſ⸗ ſen hat man mich in der ganzen Gegend als einen finſtern, ge⸗ haſſigen Eiferer verſchrieen, mich als Pietiſten und Kopfhaͤnger geſchmaͤht, und ſo das Vertrauen Vieler zu ihrem Seelſorger
untergraben!— Hierzu kommen die Mißhelligkeiten wegen Feſt⸗


