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des kindlichen Herzens auflockern, und es fuͤr alles Goͤttliche warm fuͤhlen, es Gott lieben lehren; Vater und Mutter muͤſ⸗ ſen den Keim der Religioſitaͤt in des Kindes Herz legen, und ihn pflegen,— damit ihn dann Schule und Kirche zur Bluͤthe und zur Frucht entwickele. Das geſchieht, wenn die Aeltern das Kind durch Wort und Beiſpiel, das mehr noch wirkt, fromm und gottesfuͤrchtig machen, und dazu gehoͤrt auch die auͤßere Andacht, welche, wenn auch nicht der Zweck ſelbſt, ſo doch das beſte Mittel zum Zwecke eines von Gott und ſeinem Willen durchdrungenen Lebens iſt, und ohne welches Belehrung und Anſprache in der Schule nur unvollkommen wirken koͤn⸗ nen. Ach, wenn der Herr Chriſtus jetzt wiederkaͤme, ob er wohl viele Kinder finden wuͤrde, ſolche Kinder, denen er das Reich Gottes zutheilte? Wuͤrde er bei der Betrachtung der Mehrzahl unſerer Kinder ſagen koͤnnen: werdet wie die Kindlein?! O, die liebliche Kindlichkeit, wir meinen Na⸗ tuͤrlichkeit, Einfachheit, Anſpruchsloſigkeit, Demuth, Seligkeit des Kindes, ſie muß ſeine Bedeutung verlieren, wenn unſre Kinder aufhoͤren, natuͤrliche fromme Kinder zu ſein!— „Wenns ſo fort geht,“ bemerkte der Pfarrer,„daß die Kinder im Vaterhauſe eher von allen andern, als von Reli⸗ gion reden hoͤren, wenn Aeltern von Nichts als von Wirth⸗ ſchaft und Gelderwerb, oder von den Fehlern und Schwaͤchen des Naͤchſten, oder von den Streitigkeiten, die die Aeltern mit Geiſtlichen und Schullehrern haben, ſprechen; wenn die Mut⸗ ter, ſtatt die Kinder beten zu lehren, ſie gewoͤhnt, ſich uͤber Andrer Fehler aufzuhalten; wenn die Aeltern ihre Kinder eher zu Tanze als zu Gottes Tiſche fuͤhren; dann darf man ſich nicht wundern, wenn in den Kindern ein noch irreligioͤſeres, unkirchlicheres, mit ſich ſelbſt unzufriedenes Geſchlecht heran⸗ waͤchſt, als das gegenwaͤrtige! Habe ich nicht vergebens da⸗ gegen geeifert, als im vorigen Jahre der Tanzlehrer ins Dorf kam, und mehrere Confirmandenkinder Luſt bezeigten, an den Tanzſtunden Theil zu nehmen? Der Gemeindevorſtand war
der Erſte, der recht abſichtlich meine Bitte an die Kinder zu
nichte machte; ſein Kind hat mirs geſtanden, daß es gerne zuruͤckgeblieben waͤre; aber der Vater habe geſagt:„Gerade weil der Pfarrer nicht will, ſolls geſchehen.“— Sind ihm nicht viele der angeſehneren Bauern gefolgt?“—
„Leider,“ verſetzte der Schulmeiſter,„und ich hatte in


