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auch der warme Fruͤhlingshauch koſend um die Schlaͤfe ſpielen, mag auch die Bruſt freier athmen, und Arm und Fuß ſich le⸗ bendiger in der klaren Fruͤhlingsluft bewegen, dieſes Wehen des die Natur belebenden Hauches Gottes trifft nur des Men⸗ ſchen Auͤßere, und er bleibt derſelbe kalte, elende, ſuͤndige Menſch, wenn nicht ein anderer Hauch Gottes, aus dem Morgenlande heruͤberwehend, die Seele belebend durchdringt, wenn nicht der heilige Geiſt aus Chriſti Wort und Chriſti Leben, wenn nicht Sein Zuruf: Es ſei denn daß Jemand von Neuem gebo⸗ ren werde, ſo kann er in das Reich Gottes nicht ein⸗ gehen, in dem Menſchenherzen den rechten Geiſtesfruͤhling, das rechte frohe, ſelige Chriſtenleben erzeugt, welches nicht wieder vergeht, worauf kein Winter, ſondern nur ein Sommer mit reichen Fruͤchten des Glaubens und der Liebe folgt, bis ſie alle dahin kommen, wo der ewige Fruͤhling iſt, zu Gott, bei dem kein Wechſel des Lichts und der Finſterniß! Nur wer dieſes innere goͤttliche, froͤhliche Geiſtesleben kennt, nur der verſteht und genießt recht die Freuden ohne Zahl, mit welchen Gott ſeine ſchoͤne Erde jaͤhrlich uͤberſchuͤttet, Freuden an denen der Welt⸗ menſch veraͤchtlich, gedankenlos voruͤbergeht, Freuden von denen nur der Suͤnder ausgeſtoßen iſt, weil ſein, Herz fuͤr Gottes Herrlichkeiten unempfaͤnglich iſt.—
Und Ihr, meine Lieben, wollet Ihr nicht heute eben an dem Tiſche des Herrn Euch ſtaͤrken zu dieſem neuen Leben? Er will ſich Euch von Neuem geben unter Brod und Wein, Euer Herr und Heiland, Sein himmliſches Leben will Er in Euern Herzen neu entzuͤnden, Er will Euer werden, das Ihr Sein ſeid, daß das Leben des Eingebornen immer mehr hinein⸗ gebildet werde in Euer Herz und Leben, und Ihr in Chriſto werdet eine neue Creatur!
Aber wo Chriſtus iſt, da kann die Suͤnde nicht ſein; wenn Chriſtus Euer werden ſoll, dann muß erſt das Alte vergan⸗ gen ſein und auch in Euch Alles neu werden. Denn iſt Jemand in Chriſto, ſo iſt er eine neue Kreatur! Siehe das Alte iſt vergangen, es iſt Alles neu geworden. „O, meine Lieben,“ rief der Prediger bewegt,—„iſt denn wirklich auch in Euch das Alte vergangen? Iſt in Euch auch Alles neu geworden? Pruͤfet Euer Inneres, Geliebte, wer⸗ det Euch klar uͤber das, was Ihr ſeid und was Ihr ſein ſollt, hier, vor dem Allwiſſenden, in der heiligen Beichte.— Frage


