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danken bewegten unſers Paſtors Seele, und er gedachte, wie es nicht minder erhebend fuͤr ein Volk ſei, in einem chriſtlichen Staatsverbande zu leben, die Segnungen der chriſtlichen Kirche, Seelſorger und Kinderlehrer, Kirchen und Schulen zu beſitzen. — Er erinnerte ſich wie chriſtliche Reiſende in heidniſchen oder muhamedaniſchen Laͤndern das Entzuͤcken nicht genug ſchildern koͤnnen, mit welchem ſie, nach vielleicht jahrelanger Entbehrung, zum erſten Male wieder ein Kruzifix am Wege erblickten, oder die Glocken einer chriſtlichen Kirche hoͤrten, einem chriſtlichen Gottesdienſte beiwohnen, chriſtliche Reden aus chriſtlicher Prie⸗ ſter Munde hoͤren durften; und er meinte ſtill vor ſich hin, daß wohl ſolche Reiſen manchem unſrer heimlichen oder oͤffentlichen Kirchenveraͤchter nicht eben ſchaden duͤrften, damit ſie, ſobald ſie einmal das wuͤrden gar nicht haben koͤnnen, was ſie jetzt verachten, den Werth deſſelben mehr einſehen und fuͤhlen lernten, wie wohlthuend des kirchlichen Lebens geheimer Zau⸗ ber die Seele oft unbewußt beruͤhrt, und wie viel Alle ent⸗ behren wuͤrden, die ſich von den chriſtlichen, ſelbſt unbewußt dem Menſchen ſo lieb und theuer gewordenen kirchlichen Ein⸗ richtungen und Gebrauͤchen losſagen, wollten!—
„Erhebt nur Eure Hauͤpter, ihr Kirchen und Kirchlein,“ rief der Geiſtliche im Geiſte hinaus in's Land.„Reichet ſtolz hinan in die Wolken, ihr goldenen Kreuze auf den Kirchthurm⸗ ſpitzen, ihr Wegweiſer zum Himmel, und mahnet mit uns, den Prieſter in Euren Mauern, den Botſchafter an Chriſti Statt, ſo lange es Menſchen giebt:„Laſſet Euch verſoͤhnen mit Gott in Chriſto! Suchet was droben iſt, daß Keiner in den Irrſalen des Lebens den rechten Weg verliere!“
Am Abende deſſelben Sonnabends war der Paſtor ins Freie hinaus gegangen; er war durch den nahen Buſch gewan⸗ dert, um die waͤhrend der Woche ſorgfaͤltig ſchriftlich ausgear⸗ beitete Predigt nochmals durchzudenken. Er ſtand im Geiſte ſchon auf der Kanzel und hatte wohl im Eifer manchen Satz, der ihm beſonders wichtig ſchien, laut ausgeſprochen.„Hoͤrt ihrs, der Herr Paſtor ſtudirt,“ ſagten mehrere Kinder leiſe zu einander, die im Buſche Erdbeeren ſuchten, und blickten mit ſcheuer Ehrfurcht dem Paſtor nach. Auf⸗ und abgehend an dem Fluſſe, der durchs Thal ſich ſchlaͤngelte, und in deſſen hel⸗ lem Waſſer ſich der Huͤgel nebſt der Kirche und den geiſtlichen Haͤuſern freundlich ſpiegelte, hatte er auch die morgende Beicht⸗


