Teil eines Werkes 
7.-11. Bdchen (1853)
Entstehung
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Ich fühlte mich durch dieſe unſterbliche Gegenwart von der Zeit geſchieden.

O Daiſy! rief Cornelius lebhaft,wie Du zö⸗ gerſt!Nein hätte plötzlich geſagt werden können;ja, braucht nicht ſo lange auf ſich warten zu laſſen. Sprich antworte. Soll ich gehen oder bleiben?

Er ſprach mit der fieberhaften Ungeduld, die keinen Aufſchub ertragen kann.

Bleibe! rief ich laut, ich wußte nicht wie und wa⸗ rum, aber bei dieſen Worten ſchwindelte mir der Kopf, meine Glieder verſagten mir ihren Dienſt; es ſtand ein Stuhl neben mir, ich ſank darauf. Cornelius wurde todtenblaß, ließ meine Hände ſinken, und ging fort, ohne ein Wort. Kate trat zu mir.

Daiſy, ſagte ſie, indem ſie meine Hand ergriff, biſt Du ohnmächtig? nimm dieß, fügte ſie hinzu, in⸗ dem ſie mir das Glas mit Wein darbot, das ihr Bruder plötzlich eingegoſſen.

Nein, verſetzte ich,Waſſer.

Sie gab mir welches. Ich trank davon, aber es beruhigte das Fieber nicht, das ſie für eine Ohnmacht nahm. Ich hielt meine Stirne zwiſchen meinen Händen, um meine Gedanken zuſammen zu faſſen; aber mein gan⸗ zes Weſen mein Geiſt meine Sinne mein Körper meine Seele und Herz waren in Tumult und Aufruhr. Ich konnte hören, ſehen, fühlen, aber ich wußte Nichts von der inneren Welt, deren Herrin ich mich nannte. Ich ſtand auf, erſchrocken über den plötz⸗ lichen Sturm, der über meinen langen Frieden herein⸗ gebrochen war.

Daiſy, blicke nicht ſo wild, ſagte Kate; und indem ſie mich in ihre Arme nahm, wollte ſie mich wieder nie⸗ derſitzen machen, aber ich riß mich von ihr los. Ich ſtreifte an ihrem Bruder vorüber, ohne ihm einen Blick zuzuwerfen, eilte auf mein Zimmer und ſchloß mich wie eine Verfolgte ein.