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leuchteten, ſeine Züge itterten; er nahm meine Hände mit zorniger Gewalk und halb unbewußt in die ſeinen.
„Komm,“ ſagte er, indem er ſich zu faſſen ſuchte, „mache nicht, daß ich ſage, was ich bereuen müßte. Laß uns ſcheiden, wie die Sachen ſtehen— beharre nicht darauf,— fordere mich nicht heraus, Ehre und Wahrheit zu vergeſſen.“
Ich konnte ſehen daß Cornelius bös über mich war, daß meine Hartnäckigkeit ihn heftig reizte; aber ſein Zorn war der Zorn der Liebe; er konnte mich nicht ſchrecken. Ich fühlte und fand ſogar ein gefährliches Vergnügen daran, das mich lächeln machte, als ich antwortete:
„Aber ich beharre darauf, Cornelius.“
Seine Lippen theilten ſich wie zu einer heftigen Antwort; dann biß er mit zorniger Gewalt darauf, und faltete ſeine Stirne wie Jemand, der einen innern Kampf in ſich niederdämpft.
Kate ging ruhig auf uns zu.
„Der Knoten, der nicht gelöſt werden kann, muß zerhauen werden,“ ſagte ſie.„Er wird bleiben, Daiſy, wenn Du ſein Weib werden willſt.“
Dieſe Worte drangen mir wie ein zitternder Pfeil durch's Herz. Cornelius ſah ſeine Schweſter beſtürzt an, ſie aber lächelte; dann wandte er ſich an mich, erröthet und glühend. Wie ich ſo vor ihm da ſtand, meine Hände noch in den ſeinen, während ſein Geſicht über mich herabgebeugt war, drang ein von Leidenſchaft, Vorwurf, Liebe, Zorn und Zärtlichkeit überfließender Blick mit ei⸗ nem Ausdruck, der mich überwältigte, in mein Herz und doch von der ſeltſamen und wunderbaren Geſchichte, die mir plötzlich enthüllt wurde, zauberhaft gefeſſelt, konnte ich nicht aufhören, ihr zu lauſchen. Kate hatte nicht ge⸗ ſprochen,— ſie ſprach noch immer in Worten, deren Echo nicht verklang. Selbſt zu ſprechen, weg zu ſehen, in das tägliche Leben zurückzukehren, über welchem dieſer Moment iſolirt ſtand, das lag Alles nicht in meiner Macht.


