Teil eines Werkes 
7.-11. Bdchen (1853)
Entstehung
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Schultern hinab; er ſah mich bewundernd mit einem

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Ich konnte nicht umhin, zu bemerken, daß er mich von Kopf bis zu Fuß betrachtete.

Was weiter? fragte ich etwas ungeduldig.

Was weiter? wiederholte er und ſah mich an.

Ja, was weiter?

er Nichts ſonſt, als daß ich jetzt an etwas Anderes denke. 3

Ich wußte, Du würdeſt es bemerken, rief ich und fühlte, daß ich erröthete:ich ſagte es Kate.

Wirklich?

Ja; es war ihr Wille, nicht der meine. Sie ſagte, Du haſſeſt grau und hieß mich das blane Muſſelinkleid anziehen, obgleich es ſo heiter für den Morgen ausſieht.

Nun, ſagte Cornelius lächelnd,blau iſt eine ſo hübſche Farbe, als grau kalt und abſtoßend für das Auge iſt. Aber offen geſagt, ich dachte nicht an Dein Kleid.

Nicht? ſagte ich etwas verlegen.

Nein, ich dachte an die Veränderung, welche die zwei Jahre hervorgebracht und ſtaunte, daß ich das nicht geſtern Abend ſchon bemerkt. Das Mädchen von früher war ein kleines, blaſſes, kränkliches Ding, ein ar⸗ mes, winziges Gänſeblümchen, das ſchwach und verküm⸗ mert in einer Vorſtadt aufwuchs; das Mädchen, das ich jetzt vor mir ſehe, iſt ſo friſch und blühend, wie eine wilde Blume auf dem Felde. Woher hat das abgezehrte und blaſſe Geſicht die roſige helle Friſche? Wie ſchön hat ſich das blaßgelbe Haar, deſſen ich mich noch erinnere, in dieſe ſchwarzen, braunen, mit goldener Tinte über⸗ flogenen Flechten verwandelt mein nächſtes Bild ſoll dieſe ausgezeichnete und ſeltene Farbe ſich einverleiben. Und die Augen, ſie konnte die Natur nicht verändern, ſie ließ ſie, was ſie noch ſind, die ſchönſten, die ich je geſehen.

Ich öffnete ſie, als ich ihn ſo reden hörte. Er 8 mir ruhig den Kamm aus; mein Haar wogte über die