bewegungslos, und vom Kopf bis zu den Füßen zit⸗ ternd.
„Daiſy!“ rief er und ſprang auf. Seine Arme hielten mich umſchlungen; ich lag an ſeinem Herzen.
„Nun!“ ſagte er,„wie iſt Dir? Du gibſt mir nicht mal einen Kuß? Bin ich Dir ſo fremd gewor⸗ den 2“
Ich antwortete nicht; ein ſeltſames Gefühl überkam mich;„ein Nebel ſiel auf meine Augen; das Zim⸗ mer ſchien, mit Allem, was vor meinem Blicke ſtand, zu ſchwimmen und verſchwand dann in tiefe Dunkelheit. Ioh hatte zum erſten Male in meinem Leben eine Ohn⸗ macht. 4 Als ich mich erholte, lag ich auf dem Sopha. Cornelius beugte ſich über mich herab und half ſeiner Schweſter, die mit einer großen Flaſche bewaffnet war, mein Geſicht und meine Hände mit Eſſig zu reiben.
„Ich bin ſo froh,“ rief ich und ſprang auf.
„Nun ſo lebt ſie doch wieder,“ rief O Reilly.
„Ich freue mich,“ fuhr ich heiter fort,„ich dachte, ich hätte nur geträumt.“
Ich ſetzte mich, ſchlang meine Arme um Cornelius, und küßte ihn, während meine Thränen in Strömen floßen. Er ſetzte ſich neben mich und fragte mich ängſt⸗ lich, wie ich mich fühle.
„Ganz gut,“ antwortete ich und lachte in der Freude meines Herzens.
„Ja, ja!“ ſagte Kate und lächelte,„wir können die Flaſche wieder zumachen; nicht wahr, Daiſy 24
„Biſt Du auch wirklich ganz wohl?“ drängte Cor⸗ nelius;„Du hatteſt eine Ohnmacht.“
„Wirklich?“ Ich hatte die Bemerkung kaum be⸗ achtet. Neben ihm ſitzend, meinen Arm in dem ſeinen 4 ſeine Hand in der meinen, ſah ich ihn lebhaft an un


