Teil eines Werkes 
7.-11. Bdchen (1853)
Entstehung
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vermied ich es doch, ſeinen Namen vor ihr auszuſprechen; deßbalb erfuhr ſie auch nichts oder wenig von einer Freundſchaft, der ſie ſich, wie ich zu glauben Grund habe, aus vielerlei Rückſicht widerſetzt und für welche ihre Einſprache zunächſt ein ſtörendes Hinderniß geweſen.

Trotz des Spottes mit welchem Miß O'Reilly Ab⸗ ſichten auf die Marine behandelte, beſiegte William Murray die Einwände ſeiner Tante und begab ſich im Verlauf des nächſten Frühjahrs auf die Reiſe. Er blieb ein Jahr fort und kam ungefähr eine Woche früher zurück, als wir den Brief erhielten, der uns Cornelius Rückkehr erwarteu ließ. Unſere Freude beim Wiederſehen war groß; die Trennung hatte unſere Freundſchaft nicht er⸗ kalten laſſen; kein Tag verging, ohne daß wir uns auf den Sandbänken ſahen und große Spaziergänge an der Küſte miteinander machten. Ich dachte nichts dabei, bis Miß O Reilly zu mir ſagte:

William Murray iſt zurück.

Ja, ich weiß, verſetzte ich und fühlte, daß ich roth wurde.

Und wie weißt Du das? fragte ſie, indem ſie mir einen aufmerkſamen Blick zuwarf.

Ich begegnete ihm auf der Sandbank.

Sie fragte nicht, warum ich ihr nicht früher ſchon davon erzählt, ſondern ſagte ruhig:

Der Junge iſt ſehr groß geworden.

Das WortJunge nahm mir eine Laſt vom Her⸗ zen. Da William nur ein Junge war, ſo konnte das häufige Zuſammenſein mit ihm nichts Unſchickliches ha⸗ ben, und es war kein dringender Grund vorhanden, Miß OReilly die Sache mitzutheilen. Als ich daher, um meinen Gedanken eine andere Richtung zu geben, mich zu einem Spaziergang anſchickte, ſagte ich ihr nicht, daß einer meiner Beweggründe, ihr Folge zu leiſten, der Wunſch ſei, William Murray die Zeitung mitzutheilen.