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der ſcharfe Wind unſern Athem wegblies und die Wellen unſre Füße beſpülten und uns mit Schaum bedeckten. Wir klommen zuſammen die ſteilſten Felſenriffe hinauf aus reiner Luſt an der Gefahr, und riskirten zehnmal für einmal beim Herabſpringen den Hals zu brechen. Wenn wir müde waren, ſetzten wir uns auf einen der Felſen und William zog aus ſeiner Taſche„die Gefahren des Oceans“, um mich durch unheimliche Geſchichten von untergegangenen oder ſchiffbrüchigen Seeleuten wieder muthlos zu machen. Die Freundſchaft macht in der Ju⸗ gend raſche Fortſchritte und am Ende von Williams Ferien waren wir ſo frei und ungezwungen, als ob wir ſeit Jahren mit einander umgegangen.
Ich hatte Miß O' Reilly von Daſh's Tod und Be⸗ gräbniß erzählt und ſie zu der Ueberzengung zu bringen geſucht, daß William Murray nicht ſo verdorben ſei, als er uns bei der erſten Begegnung erſchienen; aber ſie unterbrach mich und ſagte:
„Poſſen, Kind, der Junge mag den Hund geliebt haben: aber was iſt damit bewieſen?“
Später, als ich ihr den Kummer meines Freundes mit⸗ theilte, behandelte ſie ihn in derſelben wegwerfenden Weiſe:
„Pah! pah!“ ſagte ſie,„glaubt denn der kleine Junge, er wiſſe, was ihm gut ſei? Ein Midſhipman? wo ihn der erſte Windſtoß vom Deck ſchleuderte. Er paßt beſſer hinter die Kanzel, wenigſtens was ſeine phyſiſche Beſchaffenheit betrifft: was er für einen Geiſt⸗ lichen abgibt, iſt freilich mehr, als ich ſagen kann.
Ich fühlte mich durch ihren Ton und ihr Weſen zu ſehr gekränkt, als daß ich den Gegenſtand hätte wieder aufnehmen mögen. Doch gewann ich in Folge des Wi⸗ derſpruchsgeiſts meiner Jahre William nur um ſo lieber,
je mehr er verfolgt wurde. Die Abneigung, die Kate
für meinen Freund gefaßt, hatte unglückliche Folgen, denn ohne gerade eine Verheimlichung zu beabſichtigen,
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