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Miß Murray wollte ſich aber aus einem ganz an⸗ dern Grunde nicht tröſten laſſen und klagte, ſo lange die Ferien dauerten. Kate änderte jedoch ihre Anſicht, als ſie am folgenden Morgen entdeckte, wie ihr hellgraues Seidenkleid von Williams Schuhen tractirt worden. Sie nannte ihn einen kleinen Schuft und konnte in ihrer Entrüſtung gar nicht begreifen, was ſeine Tante ver⸗ mocht, ihn zu verfolgen und zurückzuholen, während er ihr doch das bequemſte Mittel an die Hand gegeben, ſich ſeiner ganz zu entledigen. Ich ſtimmte mit dieſer Anſicht vollkommen überein und ſah William als eine Art jungen Wilden an.
So viel ich ſehen konnte, beläſtigte der angenehme Jüngling ſeine Tante nicht ſehr mit ſeiner Geſellſchaft. Ich ging ſelten oder nie an die Sandbank hinunter, ohne ihm mit ſeinem Hunde„Daſh“ zu begegnen, einem zottigen Geſchöpf, das ſo rauh ausſah, wie ſein Herr, der mit ſtolzer Gleichgültigkeit pfeifend an mir vorüber⸗ ging. Ich hatte ſſe ſo eines Tages begegnet, den Jun⸗
gen die Felſen hinaufkletternd, und den Hund vor üom 3
hereilend, und dann und wann ſich umwendend, um ſei⸗ nen Herrn luſtig anzubellen; als ſie jedoch heimkehrten, ſah ich ſie unter ſehr veränderten Umſtänden wieder. William ſaß auf einem Felſen am Fuße der Klippe, die Ellbogen auf den Knieen, den Kopf in der Hand und Daſh todt zu ſeinen Füßen. Er war von oben herab⸗ geſtürzt und ſogleich todt geweſen; ſein junger Herr blickte ihn ſchweigend an und wiſchte, als ich näher kam, eine verſtohlene Thräne aus dem Auge. Ich blieb ſtehen und vermochte es nicht, vorüberzugehen, ohne ein Wort des Mitleids oder des Troſtes ausgeſprochen zu haben; da ich jedoch nicht wußte, wie ich es anbringen ſollte, knieete ich in den Sand und ſagte, indem ich den ar⸗ mem todten Hund liebkoſte: „Es war wirklich ein recht gutes Thier.“


