Teil eines Werkes 
7.-11. Bdchen (1853)
Entstehung
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Zimmer treten ſah, wo Miß Murray in ihrem gewöhn⸗ lichen Schattenzuſtande ſaß, ſteckte ihr liebenswürdiger Neffe die Hände in die Hoſentaſchen und begann aus allen Kräften zu pfeifen. Miß O Reilly nahm keine Notiz davon, im Verlaufe des Geſpräches ſagte ſie je⸗ doch zu Miß Murray:

Was für ein hübſcher Junge Ihr Neffe iſt, Madame! 3

Ach, wenn er nunr auch ein guter Junge wäre! ſeufzte Miß Murray.

William war damals ſiebenzehn: aber er ſah wie vierzehn aus; Kate's Bemerkung war deßhalb in doppelter Beziehung beleidigend. Ich weiß nicht, geſchah es, um ſeinen Groll an den Tag zu legen, daß er beim Thee mit ſeinen Füßen ſo ſtark unter dem Tiſch herumſcharrte und ſtieß, daß ſeine Tante ihre Taſſe niederſetzte und feierlich fragte:Ob er ihr das Herz brechen wolle, wie er ihre Möbel ruinire und die Schienbeine ihrer Gäſte gefährde? auf welche delikate Frage er keine andere Ant⸗ wort gab, als daß er über die Theetaſſe herüberſchielte, und am Schluſſe ſarkaſtiſch verſicherte:Thee ſei das ſchlechteſte Weibergetränk, das er je gekoſtet.

Milch und Waſſer iſt allerdings geſünder für Kin⸗ der, ſagte Kate boshaft.

William wurde dunkelroth, durchbohrte ſie mit einem Blick und verließ das Zimmer, indem er die Thüre hinter ſich zuſchlug.

Miß Murray nahm ihr Taſchentuch, und machte ein jämmerliches Geſicht.

Ich frage Sie, Madame,iſt meine Lage nicht ſchrecklich, bejſammernswerth! Dieſer Junge, Madame, iſt das Unglück meines Lebens; zweimal iſt er mir da⸗ von gelaufen und mußte wieder eingefangen werden, wo⸗ bei er jedesmal den heftigſten Widerſtand leiſtete..

Es iſt noch ein Knabe, ſagte Kate beſchwichtigend, ver wird aus alle dem hinauswachſen.

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