Teil eines Werkes 
7.-11. Bdchen (1853)
Entstehung
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oder drei Wochen. Geh' aus, ſage ich Dir; er ſoll Dich friſch und geſund finden.

Du glaubſt doch nicht, er werde kommen, während ich fort bin, Kate?

Was Du doch fabelſt! nein; ich ſage Dir, ich er⸗ warte ihn nicht unter drei Wochen.

Ich ſeufzte: drei Wochen ſchienen mir ein Jahrhundert, und trotz ihrer Verſicherungen hatte ich eine bange Be⸗ fürchtung, Cornelius werde kommen, während ich fort ſei; ich folgte ihr jedoch und ging aus. Ich wollte William Murray ſehen und ihm die erfreuliche Nachricht mittheilen; ich ſetzte deßhalb den Hut auf, warf den Mantel um und eilte nach der Küſte hinab. Es war ein milder Nachmittag; der Himmel war klar, die Erde ſtill, die Felſen ſtiegen grau und einſam empor; die flache Bucht war noch naß von der zurückgehenden Fluth, die manchen ſeichten Pfuhl zurückgelaſſen; die weite See lag ſtill und ruhig da, und über Himmel, Erde, Klip⸗ pen, Bucht und See goß die untergehende Sonne eine blaſſe goldene Gluth. Ich ging ſchnell und ſah mich nach William um, den ich endlich auf mich zukommen

ſah. Und dies erinnert mich, daß ich eigentlich zu er⸗ wähnen vergeſſen, wie ich meine Bekanntſchaft mit ihm nach ſo langer Unterbrechung erneuert hatte.

Wir waren nicht in der allerbeſten Freundſchaft ge⸗ ſchieden. Er hatte mich einen kleinen mürriſchen Affen genannt, und wenn ich ihm auch nichts darauf erwiedert, ſo habe ich ihn doch damals und ſpäter für einen jungen Bären gehalten. Als ich ihn kurz nach unſerem Einzug in Leigh im Hauſe ſeiner Tante begegnete, ſtand William, der beinahe zwei Jahre älter als ich war, in der höchſten Blüthe der ſogenannten Flegeljahre. Er hatte es noch nicht ganz verwunden, daß man ihn der Weiberherrſchaft übergeben, wie er das Regiment ſeiner ſanften Tante nannte, und rächte ſein beleidigtes männliches Ehrgefühl an ihren weiblichen Bekannten. Als er uns in das

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