Teil eines Werkes 
1.-6. Bdchen (1853)
Entstehung
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ſtrauchelte, als er aus der Thüre trat, über mich. Ich er⸗ wachte; er bückte ſich und hob mich halb ſtaunend, halb unwillig auf. 3

Daiſy! rief er,biſt Du verletzt? Was führte Dich hierher?

3Ich wollte Dir Lebewohl ſagen. Ich vermuthete, daß Du gehen würdeſt?

Die Zimmerthüre ſtand halb offen und e ſo das Fenſter drinnen; die Morgenluft trieb die Mouſſelinvor⸗ hänge auseinander und die Dämmerung röthete die graue Wolke. Cornelius führte mich in dieſe Beleuchtung und ſah mich ſchweigend an.

Wie lange warſt Du hier? fragte er.

Seit zwei Uhr; ich war zu ſchläfrig, um in mei⸗ nem eiguen Zimmer aufzubleiben und ich fürchtete, Du möchteſt gehen, während ich ſchlafe.

Seit zwei nnd jetzt iſt es vier! Du thöricht Kind! Wenn ich in der Stille fortgehen ſollte, ſo ge⸗ ſchah es nur, um Deinem kleinen Herzen einen Kummer und Deinen Augen einige Thränen zu erſparen.

Cornelius, ich werde nicht weinen; ich werde war⸗ ten, bis Du fort biſt.

Von dem Geräuſch der Stimmen angezogen, öffnete Kate nun ihre Thüre.

Daiſy? rief ſie.

Ja, antwortete ihr Brnder,Daiſy, die an meiner Thüre wie ein getreuer Wächter ſchlief. O Kate, Du ſorgſt für ſie, während ich fort bin 24

Ja, ja, natürlich; aber verliere Deine Zeit nicht unnöthig, komme berab.

Wir gingen hinunter; Cornelius nahm raſch ſein Frühſtück ein; dann hielt ein Cab vor der Thüre; ſein Gepäck wurde hineingeſchafft und er ſtand zur Abreiſe bereit. Seine Schweſter wollte ihn bis an die Station begleiten. Sie hielten es für beſſer, wenn ich zurück⸗

Daiſy Burns. 1. 25