Teil eines Werkes 
1.-6. Bdchen (1853)
Entstehung
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oft ſagen, aber ich wagte es nie; ich möchte es Dir jetzt ſagen, aber ich weiß nicht wie. Cornelius ſah ſehr verwundert aus.

Ich möchte Dir gerne helfen, ſagte er,wenn ich nur wüßte, wovon es ſich handelt.

Ich mußte erröthen.

Nun, ſagte er ſchnell,Du ſchreibſt es mir, wenn ich in Italien bin, Daiſy?

Ich möchte es Dir lieber ſagen, als ſchreiben, Cornelius.

So ſag' es, Kind!

Gut denn, Cornelius, antwortete ich etwas ver⸗ zweifelt,ich will nie wieder eiferſüchtig auf Dich ſein das iſts!

Das, wiederholte er,iſt das das gewaltige Geheimniß?

Ja, Cornelius, das iſt es, verſetzte ich mit poch⸗ endem Herzen,

Mein gutes liebes kleines Mädchen, ſagte er freundlich,ich freue mich, daß Du ſo gute Entſchlüſſe gefaßt; aber ich muß Deine Anſichten berichtigen. Du ſprichſt davon, nicht mehr eiferſüchtig ſein zu wollen, als ob ſich das ſo leicht machte, wie man ein Kleid ab⸗ lege und nie wieder anzieht.

3Und würde ich's thun, wenn es alt und abgetragen 4

Aber es iſt nicht abgetragen.

Ich hoffe doch!

Ich hoffe es auch. 4

Aber ich konnte ſehen, das war nicht ſeine Abſicht. Ich wollte ihn überzengen und begann wieder:

Cornelius, erinnerſt Du Dich, wie keck ich war, als Papa noch lebte? wie ungezogen ich mich be⸗ nahm, wenn Du ihn beſuchteſt? wie übermüthig gegen

die Dienerſchaft?